10min

So macht Verkaufen Spaß: es ist nämlich keins mehr. Zumindest im traditionellen Sinn. Der Steuerberater Wilfried Lehr macht es vor: er stellt seine Kunden = Mandanten in kurzen 10 Minuten dauernden Videos vor. Und damit in den Mittelpunkt. Und macht damit Werbung für diese. Und gleichzeitig für sich: wer will nicht bei einem Steuerberater sein der sogar Werbung für einen macht? Genial. Zudem sehr professionell umgesetzt. Vielen Dank für das tolle Beispiel – wie Kommunikation sein soll.

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twitter ist nichts für unternehmen – aber für unternehmer

Aufgrund eines Vortrags im Regensburger IT-Speicher und der anschliessenden Diskussion wage ich ein Fazit ob bzw. wie man Twitter im Geschäftsleben verwenden soll.

Geplapper und die Medien
Die Themen bei Twitter sind zum Großteil – das kam bei dem Vortrag ganz klar heraus – einfach nur Geklapper ohne tieferen Sinn und Zweck (40,1% “pointless babble”). Medien (36%) sind die fleißigsten Autoren vor den Bloggern (31%). Und damit ist klar daß Twitter vor allem genutzt wird um Besucher auf bestimmte Websites zu lenken. Zudem schaffen es nur politische Themen von Twitter in die “üblichen” Medien. Spezialthemen wie EDV/IT bleiben dem Netzwerk vorbehalten. Für “Nachrichten in Echtzeit” ist Twitter einmalig und erreicht als “viraler SMS-Ersatz” unglaublich viele Menschen in kürzester Zeit: wenn es relevant ist, wie z.B. bei der “Arabellion”.

Praktische Nutzung im Business
Ich sammle seit 2011 Erfahrung mit meinem eigenen Twitter-Account und lerne von anderen Autoren daß zunehmend Experten von Unternehmen twittern – und das ist es was Sinn macht: sich als Experte für einige Themen zu positionieren und den Menschen wirklich Nützliches anzubieten. Somit interessiert mich auch nicht was BMW twittert – aber wie der Marketing-Chef oder gerne auch -Mitarbeiter seine neue Kampagne kreiert und warum, das finde ich nützlich. Also geht es hier um Menschen statt Unternehmen – was die Realität endlich einmal wirklich gut abbildet: Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht, nicht zwischen Unternehmen.

Fazit: gut für Unternehmer
Insofern ist es ideal für Unternehmer bzw. Menschen die eine spezifische Aufgabe als Experte in einem Unternehmen besetzen. Sie können spezielle Themen aufbereiten, kommunizieren und sich einen Expertenstatus erarbeiten. Das zieht auch Follower an. Und schafft damit eine Verbindung über den Menschen zum Unternehmen bzw. zur Marke.

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Groupon + “Daily Deals” offenbaren Schwächen

Was ich schon in meinem Artikel “20% auf alles (…)” beschrieben habe, bewahrheitet sich laut ‘Huffington Post’ immer mehr (Online-Artikel Beyond Groupon). Mit Rabattaktionen – bei Groupon sind es meist 50% Abschlag und mehr – holt man sich die falschen Kunden ins Haus. Die “Rabattjäger” konsumieren entweder maximal in Höhe des Gutscheinwerts oder/und kommen nie wieder. Vielleicht ein gutes Abbild für unsere Zeit in welcher es noch fast immer ums Geld geht? Auf der anderen Seite eine gute Warnung: Langfristig zählen eben doch nur hohe Qualität und gute Beziehungen. Wer trotzdem bei Rabattaktionen mitmachen möchte bekommt bei adzine einige gute Tipps.

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Ethikbank steigert Geldeinlagen um 23 Prozent

Die FAZ berichtet heute daß die Ethikbank das verwaltete Vermögen (Girokonten, Tagesgeld, langfristige Anlagen) um 23% auf 107 Mio. Euro gesteigert hat. Zudem rechnet die Bank mit einem Kreditwachstum von 10% in 2011 – vor allem auch durch Mikrogeschäftskredite. Interessant ist daß sich eine nach außen kommunizierte Philosophie der Nachhaltigkeit doch so gut in klingende Münze umsetzen lässt! Da schlägt das Herz eines jeden Sales- und Marketing-Menschen höher. Nachmachen!

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Facebook als Marketing-Tool für’s Sex-Business

Klaro, auch Escort-Damen und Prositutierte machen “Werbung” bzw. Marketing und Sales! Warum Facebook als Marketing-Tool für’s Sex-Geschäft jetzt traditionelle Werkzeuge ablöst hat Sudhir Venkatesh im Wired Magazine publiziert: How Tech Tools Transformed New York’s Sex Trade (englischer Text)

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“20% auf alles – außer Tiernahrung”

Neue Kunden mit Rabatt-Aktionen?
Psychologischer Hintergrund und betriebswirtschaftliche Folgen

Aufgrund des Artikels in der FAZ (“20% auf alles – außer Anleihen”) vom 10.2.11 und meinen Gesprächen mit Gastronomen über ihre Erfahrungen mit Rabatt-Gutscheinen versuche ich eine Empfehlung herzuleiten ob bzw. wie man am besten Rabatt-Aktionen verwenden sollte um an neue Kunden – wenn möglich Stammkunden bzw. Stammgäste – zu kommen.

Die Baumarktkette Praktiker ist bekannt für Ihre “20%”-Werbeaktionen. Diese Aktionen haben jedoch zu Problemen in den letzten Jahren geführt:
1. Der Umsatz ist in 2010 um 6% eingebrochen
2. Es wurde in 2009 ein Verlust von 9,3 Millionen Euro ausgewiesen

Diese Fakten sind logisch und nachvollziehbar: Wenn ich hohe Rabatte gewähre sinkt mein Umsatz – und das Ergebnis auch. Wie verhalten sich die Kunden dadurch?
1. Die Kunden warteten mit ihrem Kauf so lange bis die nächste Rabattaktion startete
2. Die Kunden denken bei “Praktiker” immer nur an eines: an 20% Rabatt

Durch die reglmässigen Aktionen wurde das Verhalten des Unternehmens “vorhersehbar” und der Rabatt-Effekt schliff sich immer mehr ab. In den letzten Jahren gab es die Preissenkung durchschnittlich an 100 Tagen im Jahr. Zudem wurden durch die Positionierung als “Billigheimer” vor allem Schnäppchenjäger angezogen – welche jetzt das Problem von Praktiker sind. Somit wurde das Management gezwungen eine Wende einzuleiten – die Rabattaktionen werden zurückgefahren. Und man will sich als “Preis-Leistungsführer” positionieren, statt wie bisher als “Preisführer”.

Praktiker hat sich durch eigenes Verhalten in eine Sackgasse manövriert – aus der man schwer wieder herauskommt.

Ähnlichen Gefahren sehen sich auch Restaurants bzw. die jeweiligen Gastwirte ausgesetzt. Durch Gutscheinbücher oder Online-Rabatt-Portale versucht man neue Kunden zu gewinnen. Die Folgen sind in der Praxis:
1. Viele Käufer sind Schnäppchenjäger welche nur 1x kommen und dann “weiterziehen”
2. Vorhandene Stammkunden holen sich einen Gutschein für den nächsten Besuch
3. Das Restaurant wird im Kopf des Gastes mit dem Wort “Rabatt” verknüpft

Laut Aussage einer Regensburger Wirtin bleiben nur 3% der Gutscheineinlöser als Stammkunden. Der oft in Aussicht gestellte Zusatzumsatz durch Getränke, Vor- oder Nachspeisen erweist sich oft als nicht realisierbar. In einem besonders extremen Fall soll sich ein Pärchen sogar zu zweit ein Bier geteilt haben.
Im für das Restaurant belegten “Speicherplatz” im Kopf des Kunden ist zudem das jeweilige Restaurant bereits mit dem Wort “Rabatt” verknüpft. Und die Gefahr besteht daß dieses Wort dort einen zu großen Platz einnimmt – denn wer möchte nicht lieber mit “tollem Service” oder “leckeren Essen” abgespeichert werden.

Fazit: Von Rabatt-Aktionen ist generell abzuraten da man sehr schnell ein “Billig-Image” bekommt, welches Umsätze bzw. Gewinne schrumpfen lässt. Dies führt schnell in eine Sackgasse aus welcher schwer herauszukommen ist. Eine Ausnahme kann sein um mit einer einmaligen Aktionen viel und schnell Aufmerksamkeit zu bekomen. Aber dann sollte diese Maßnahme zeitlich und in ihrem Umfang beschränkt sein (z.B. 1 Woche und maximal 200 Gutscheine).

Alternative: In der Praxis erweist sich eine verbesserte und intensivere Kommunikation oft als effizienter. Vor allem digitale (weil günstige) Maßnahmen, von mehr Infos auf der Website über den E-Mail-Newsletter bis hin zur Facebook-Seite. Und dort sollte rüberkommen wie toll die Produkte und wie gut der Service etc. sind. Qualität setzt sich langfristig immer durch.

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Die Rueschen-Prinzessin: ebay-Shop und was dann?

Unter dem Namen “Rueschen-Prinzessin” (Link zum Ebay-Shop) verkauft die Betreiberin seit Mitte 2009 als Powersellerin bei eBay v.a. Schuhe von Prada, Dolce & Gabbana, Versace, Sergio Rossi etc. Jetzt stößt sie an die Grenzen der eBay-internen Abwicklung, die Frage ist ob ein eigener kleiner Webshop mit Warenwirtschaft (evtl. inklusive Verwaltung der ebay-Angebote) aufgesetzt werden soll. Alternativ wäre auch zunächst ein “Schaufenster” denkbar, also die Präsentation der eBay-Angebote im “freien Web” mit einer eBay-externen Verwaltung und Steuerung von Angeboten und Abwicklung.

Thomas Müller meint: Ich stand vor einem ähnlichen Problem als ich den Shop “Freakybuttons” (www.freakybuttons.com) übernommen habe. Ein Großteil der Umsätze kam über ebay – mit entsprechendem Verwaltungsaufwand (dann noch die Bewertungen – ganz zu schweigen von den ebay-Gebühren). Für mich war ziemlich schnell klar, daß die Strategie sein muß ebay als Neukundengewinnungsinstrument zu benutzen – aber sonst möglichst alles über einen eigenen Shop zu leiten. Nur dieser Shop erlaubt mir die Abwicklung so zu optimieren daß er Aufwand minimal ist – bei gleichzeitig hohem Kundenservice. Also habe ich begonnen mit meinem eigenen Websoftwarebaukasten Vitool einen eigenen Shop zu erstellen und ließ mir alle nötigen Abwicklungstools programmieren, z.B. die Erstellung von Lieferscheinen und Rechnungen per Mausklick oder einen Datenexport für z.B. ebay. Die Warenwirtschaft bzw. Adressverwaltung sind das Herzstück darin weil ich damit alle Bestellungen und Kundendaten bearbeite.

Inklusive Feintuning hat das mehrere Monate gedauert bis der Shop aber vor allem die interne Abwicklung perfekt waren. Doch das hatte den Vorteil daß mein Verwaltungsaufwand minimal war, pro Bestellvorgang hatte ich nur noch 5 Klicks. Und durch Kundenbindungsmassnahmen konnte ich immer mehr Traffic und Umsatz auf der eigenen Shop-Website generieren. Diese ist immer noch unter den Top-10 in Google (Suchbegriff “Buttons”). Irgendwann habe ich dann den ebay-Shop sogar komplett abgeschalten. Ich habe Freakybuttons ein halbes Jahr später wieder verkauft, die neue Betreiberin ist immer noch begeistert von der einfachen internen Abwicklung bzw. Bedienung.

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